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Offene Lernbecher im Vergleich

Fünf offene Lernbecher, alle nach denselben vier Punkten eingeordnet. Ein Tipp auf den großen Becher führt zu seinen Details.

ezpz

Tiny Cup

Welcher Becher passt zu euch?

Statt einer Bestenliste haben wir die Becher danach sortiert, wofür ihr sie braucht. Manche Modelle passen zu mehreren Situationen.

Die ersten Schlucke ab 6 Monaten

Kleine Becher passen in Babyhände und lassen nur wenig auf einmal heraus. Damit kann dein Baby üben, ohne dass gleich der halbe Tisch nass ist.

Becher mit Griffen

Griffe helfen Babys, die den Becher noch nicht mit beiden Händen umfassen. In unserer Auswahl hat sie nur der Doidy Cup.

Weich zum Draufbeißen

Silikon gibt nach, wenn dein Baby zubeißt. Beide Hersteller schreiben, dass ihr Becher auch beim Zahnen helfen kann.

Für den Familientisch ab 12 Monaten

Wenn das Trinken klappt, darf es ein richtiger Becher sein, der mehr fasst und wie die Becher der Großen aussieht.

Worauf wir bei jedem Becher achten

Beim Baby-led Weaning sitzt dein Kind mit am Tisch und lernt nicht nur essen, sondern auch trinken. Ein offener Becher ist dafür das einfachste Werkzeug, weil Lippen und Zunge den Schluck selbst dosieren müssen, statt zu saugen. Wir haben jeden Becher nach denselben vier Punkten eingeordnet und nur aufgeschrieben, was der Hersteller selbst angibt. Warum Fachleute den offenen Becher der Schnabeltasse vorziehen, erklären wir ausführlich im Artikel Offener Becher statt Schnabeltasse.

Am Anfang zählt vor allem die Größe. Ein kleiner Becher ist leicht, passt in eine Babyhand und lässt bei einem Missgeschick nur wenig herauslaufen. Griffe helfen Babys, die den Becher noch nicht mit beiden Händen umfassen, viele Kinder kommen aber auch ohne zurecht. Beim Material schauen wir, ob der Becher weich aus Silikon oder fest aus Kunststoff ist. Zuletzt nennen wir das Alter, ab dem der Hersteller den Becher empfiehlt.

Welche Arten von offenen Bechern gibt es?

Mini-Becher aus Silikon

Becher mit rund 60 Millilitern wie der ezpz Tiny Cup oder der Moonkie First Open Cup sind für die allerersten Versuche gemacht. Sie sind weich und lassen nur ein paar Schlucke auf einmal heraus. Weil Silikon nachgibt, kauen viele Babys beim Zahnen gern auf dem Rand herum, mehr dazu in Zahnen und Essen.

Schräger Becher

Beim Doidy Cup ist der Rand schräg geschnitten. Dein Baby sieht dadurch, wie die Flüssigkeit beim Kippen nach vorne kommt, und zwei Griffe geben Halt. Laut Hersteller empfehlen ihn Zahnärzte und Logopäden schon seit Jahrzehnten.

Kinderbecher ohne Griffe

Becher wie der nip eat green oder der Mepal Mio fassen 250 Milliliter und sehen aus wie die Becher der Großen. Sie sind für Kinder gedacht, die das Trinken schon gut im Griff haben, laut Hersteller ab zwölf Monaten. Was in diesem Alter in den Becher gehört, steht in Getränke im zweiten Lebensjahr.

Ein kleines Glas

Du musst nicht unbedingt einen eigenen Becher kaufen. Ein kleines, dickwandiges Glas funktioniert für die ersten Übungen genauso, solange du danebensitzt und es nur wenig gefüllt ist.

Alle Lernbecher auf einen Blick

Becher Griffe Füllmenge Material Geeignet ab
ezpz Tiny Cup Keine, griffige Oberfläche Rund 60 ml Silikon 4 Monaten
Moonkie First Open Cup Keine 60 ml Platin-Silikon 4 Monaten
Doidy Cup Ja, zwei 200 ml Polypropylen 3 Monaten
nip Trinkbecher eat green Keine 250 ml Biokunststoff 12 Monaten
Mepal Mio Kinderbecher Keine 250 ml SAN-Kunststoff 12 Monaten

Die Reihenfolge ist kein Ranking. Ein Klick auf den Namen führt zum Abschnitt des Bechers.

Lernbecher ezpz Tiny Cup
Foto: ezpz

Mini-Becher zum Üben · Silikon

ezpz Tiny Cup

Der Tiny Cup ist winzig, und genau darum geht es: Er passt in eine Babyhand, und mehr als ein paar Schlucke gehen nicht hinein. Ein beschwerter Boden und kleine Noppen geben Halt, innen ist der Becher so geformt, dass die Flüssigkeit gleichmäßig kommt. Entworfen hat ihn die US-Logopädin Dawn Winkelmann, laut Hersteller ist er ab vier Monaten gedacht und darf in die Spülmaschine.

Passt gut, wenn

dein Baby gerade erst anfängt und du mit wenigen Schlucken üben willst, laut Hersteller auch mit Muttermilch oder Pre-Nahrung.

Weniger geeignet, wenn

dein Kind schon richtig Durst hat. In den kleinen Becher passen nur ein paar Schlucke, du füllst also oft nach.

Tipp Füll am Anfang nur einen Fingerbreit ein und halte den Becher gemeinsam mit deinem Baby. So spürt es, wie weit es kippen darf.

BLW-Check

Griffe
Keine, griffige Oberfläche
Füllmenge
Rund 60 ml
Material
Silikon
Geeignet ab
4 Monaten
Lernbecher Moonkie First Open Cup
Foto: Moonkie

Mini-Becher zum Üben · Platin-Silikon

Moonkie First Open Cup

Ähnlich klein wie der Tiny Cup, mit 60 Millilitern und gut fünf mal sechs Zentimetern. Der Becher ist aus weichem Platin-Silikon, dein Baby darf also auch mal darauf herumkauen, wenn die Zähne drücken. Griffe hat er keine, laut Hersteller ist er ab vier Monaten gedacht und darf in den oberen Korb der Spülmaschine.

Passt gut, wenn

du einen weichen Mini-Becher suchst, auf dem dein Baby auch mal kauen darf.

Weniger geeignet, wenn

du Griffe möchtest, die gibt es hier nicht, und viel Inhalt passt bei 60 Millilitern auch nicht hinein.

Tipp Stell den Becher zu jeder Mahlzeit mit ein paar Schlucken Wasser auf den Tisch. Je selbstverständlicher er da ist, desto öfter greift dein Baby danach.

BLW-Check

Griffe
Keine
Füllmenge
60 ml
Material
Platin-Silikon
Geeignet ab
4 Monaten
Lernbecher Doidy Cup
Foto: Doidy

Schräger Lernbecher · Polypropylen

Doidy Cup

Der Klassiker unter den offenen Bechern, den es schon seit den 1950er Jahren gibt. Der Rand ist schräg geschnitten, so sieht dein Baby beim Kippen, wie die Flüssigkeit nach vorne kommt, und zwei Griffe machen ihn für kleine Hände leicht zu halten. Er fasst 200 Milliliter, wird in Großbritannien aus Polypropylen hergestellt und ist laut Hersteller ab drei Monaten geeignet.

Passt gut, wenn

du einen Becher mit Griffen suchst, bei dem dein Baby sieht, was es tut, und der lange im Einsatz bleibt.

Weniger geeignet, wenn

du einen weichen Becher für die ersten Wochen möchtest. Der Doidy ist aus festem Kunststoff und mit 200 Millilitern größer als die Mini-Becher.

Tipp Füll nur so viel ein, dass die Flüssigkeit beim leichten Kippen am Rand ankommt. Dann muss dein Baby den Becher nicht weit neigen, und es läuft weniger daneben.

BLW-Check

Griffe
Ja, zwei
Füllmenge
200 ml
Material
Polypropylen
Geeignet ab
3 Monaten
Lernbecher nip Trinkbecher eat green
Foto: nip

Kinderbecher · Biobasierter Kunststoff

nip Trinkbecher eat green

Ein schlichter Becher aus Deutschland, der zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Er ist leicht, bruchsicher und hat einen abgerundeten Rand. Mit 250 Millilitern ist er eher ein Becher für den Familientisch als für die ersten Schlucke, der Hersteller empfiehlt ihn ab zwölf Monaten. Er kommt im Zweierpack und darf in die Spülmaschine und die Mikrowelle.

Passt gut, wenn

dein Kind schon sicher aus einem offenen Becher trinkt und am Familientisch einen eigenen Becher bekommen soll.

Weniger geeignet, wenn

dein Baby gerade erst mit dem Trinken anfängt. Für die ersten Versuche ist ein kleinerer Becher leichter zu halten.

Tipp Füll den großen Becher nur zu einem Drittel. So bleibt er leicht genug für kleine Hände, und beim Umkippen ist nicht gleich alles nass.

BLW-Check

Griffe
Keine
Füllmenge
250 ml
Material
Biokunststoff
Geeignet ab
12 Monaten
Lernbecher Mepal Mio Kinderbecher
Foto: Mepal

Kinderbecher · SAN-Kunststoff

Mepal Mio Kinderbecher

Der Mio sieht aus wie ein kleines Trinkglas, ist aber aus robustem Kunststoff und verträgt laut Hersteller auch einen rauen Alltag. Er fasst 250 Milliliter, lässt sich stapeln und darf in die Spülmaschine. Griffe hat er keine, Mepal nennt ihn ab zwölf Monaten.

Passt gut, wenn

du einen robusten Becher suchst, der wie ein richtiges Glas aussieht und lange im Schrank bleibt.

Weniger geeignet, wenn

dein Kind noch keine zwölf Monate alt ist, denn erst ab dann empfiehlt ihn der Hersteller, und Griffe gibt es keine.

Tipp Gib deinem Kind den Becher so, dass es ihn mit beiden Händen umfassen kann. Ohne Griffe klappt das mit zwei Händen viel sicherer als mit einer.

BLW-Check

Griffe
Keine
Füllmenge
250 ml
Material
SAN-Kunststoff
Geeignet ab
12 Monaten

Häufige Fragen zum offenen Becher

Ab wann kann mein Baby aus einem offenen Becher trinken?

Ab etwa sechs Monaten, wenn die Beikost beginnt. Am Anfang hältst du den Becher mit fest, und dein Baby nimmt nur kleine Schlucke. Dass dabei viel danebengeht, ist normal und gehört zum Lernen. Die Altersangaben der Hersteller liegen zwischen drei und zwölf Monaten und sagen mehr über die Größe des Bechers als über dein Kind.

Warum ein offener Becher und keine Schnabeltasse?

Aus einer Schnabeltasse saugt dein Kind ähnlich wie aus der Flasche, die Zunge bleibt dabei unten. Beim offenen Becher müssen Lippen und Zunge zusammenarbeiten, um den Schluck zu dosieren. Mehr dazu im Artikel Offener Becher statt Schnabeltasse. Auch für die Zähne ist der offene Becher besser, weil niemand stundenlang daran nuckelt. Warum das zählt, steht in Nuckelflaschenkaries vorbeugen.

Und was ist mit Strohhalmbechern?

Ein Strohhalm ohne Ventil ist eine gute Ergänzung, vor allem für unterwegs. Den offenen Becher ersetzt er aber nicht. Ab wann er passt, steht in Strohhalmbecher fürs Baby, einzelne Modelle zeigt unser Strohhalmbecher-Vergleich.

Was gehört in den Becher?

Ab etwa sechs Monaten ein paar Schlucke Wasser zu den Mahlzeiten. Muttermilch oder Pre-Nahrung kannst du ebenfalls aus dem Becher anbieten, wie viel Milch neben der Beikost noch nötig ist, steht in Wie viel Milch braucht mein Baby?. Saft und gesüßte Getränke gehören nicht hinein, die Gründe stehen in Saft für Babys im ersten Jahr. Wie viel Wasser sinnvoll ist, erklärt Wasser für Babys: Ab wann?.

Wie viel geht am Anfang daneben?

Ziemlich viel, und das ist in Ordnung. Ein Lätzchen mit Ärmeln und ein Handtuch auf dem Schoß helfen. Füll den Becher nur wenig, dann ist ein Umkippen schnell aufgewischt. Will dein Baby den Becher gar nicht erst nehmen, findest du Ideen in Mein Baby trinkt nicht aus dem Becher.

Wie klappt der offene Becher unterwegs?

In der Tasche läuft ein offener Becher natürlich aus. Pack einen kleinen Becher leer ein und füll ihn unterwegs aus der Wasserflasche, für längere Ausflüge kann ein Strohhalmbecher ohne Ventil dazukommen. Weitere Tipps stehen in Trinken unterwegs, im Urlaub und bei Hitze.

Wie wir auswählen: Auf dieser Seite stehen verbreitete offene Lernbecher, die in Deutschland gut erhältlich sind. Die Angaben haben wir im November 2026 bei Herstellern und Händlern zusammengetragen. Becher mit Deckel und Schnabeltassen fehlen bewusst, weil es hier nur ums offene Trinken geht. Fehlt dir ein Modell oder hat sich etwas geändert, schreib uns über das Kontaktformular.