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Wie viel Milch braucht mein Baby?

Warum Milch länger Hauptnahrung bleibt als gedacht, warum es keine Zielmenge gibt und ab wann Kuhmilch in den Becher darf.

Wie viel Milch braucht mein Baby?

Milch neben fester Nahrung: Sie bleibt im ersten Jahr die Hauptnährquelle.

Beim Baby-Led-Weaning fällt keine Milchmahlzeit auf Kommando weg. Trotzdem stellt sich irgendwann die Frage: Wie viel Milch braucht mein Baby eigentlich noch?

Milch bleibt länger Hauptnahrung, als viele denken

Im gesamten ersten Lebensjahr ist Milch die wichtigste Nährstoffquelle. Feste Nahrung kommt dazu, sie ersetzt anfangs nichts. Erst wenn dein Baby regelmäßig nennenswerte Mengen isst, verschieben sich die Anteile, meist im Lauf des zweiten Halbjahres.

Wie sich das über die Monate entwickelt, steht in Was Babys in jedem Alter brauchen.

Nach Bedarf statt nach Plan

Es gibt keine feste Milchmenge, die ein Baby mit acht oder zehn Monaten trinken muss. Gestillte Kinder regulieren das ohnehin selbst. Weniger bekannt ist, dass dasselbe Prinzip laut Netzwerk Gesund ins Leben ausdrücklich auch für Fläschchen und Brei gilt. Es gilt also nicht nur fürs Stillen. Maßgeblich sind Hunger- und Sättigungssignale des Kindes, nicht die angegebene Portionsgröße auf der Packung. Anbieten und das Kind entscheiden lassen, wie viel es nimmt, gilt also bei jeder Fütterungsform gleichermaßen. Wie Stillen und feste Nahrung nebeneinander Platz haben, erklärt unser Beitrag Stillen und Beikost.

Milchmahlzeiten verschwinden beim BLW meist von selbst, weil das Interesse am Familientisch wächst. Ein aktives Abtrainieren ist nicht nötig.

Feste Nahrung kommt dazu, sie ersetzt anfangs nichts.

Neben der Menge lohnt sich noch ein Blick darauf, welche Rolle Milch und Wasser jeweils spielen.

Milch ist Nahrung, Wasser ist Getränk

Diese Trennung hilft im Alltag. Milch stillt Hunger und liefert Nährstoffe. Wasser stillt Durst. Wer Milch als Durstlöscher über den Tag verteilt, füllt den Bauch mit Flüssigkeit und nimmt der festen Nahrung den Platz.

Dazu kommt ein Nährstoffeffekt: Calcium aus Milchprodukten bremst die Eisenaufnahme. Gerade zu einer eisenreichen Mahlzeit ist deshalb Wasser die bessere Begleitung, wie in Eisen in der Beikost beschrieben.

Ein Sonderfall bei den Milchmengen ist Kuhmilch, die einer eigenen Regel folgt.

Kuhmilch im Becher: erst ab einem Jahr

Als Zutat im Essen ist Kuhmilch schon vorher in kleinen Mengen möglich. Als Getränk aus dem Becher wird sie erst nach dem ersten Geburtstag empfohlen. Welche Milch sich wofür eignet und was bei Pflanzendrinks zu beachten ist, erklärt Kuhmilch oder Pflanzenmilch für Babys.

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Redaktion Baby-led-weaning.de
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