Zu Hause ist Trinken eine Gewohnheit. Unterwegs wird daraus eine Organisationsfrage: Welches Wasser, wie viel mitnehmen, und was gilt im Ausland?
Bei Hitze gilt eine andere Regel als gedacht
Solange Milch die Hauptnahrung ist, deckt sie den Bedarf auch im Hochsommer. Muttermilch besteht bereits zu rund 87 Prozent aus Wasser, und bei Hitze bildet die Brust automatisch eine noch wässrigere, kalorienärmere Vormilch. Häufigeres, kurzes Anlegen deckt den steigenden Flüssigkeitsbedarf deshalb von selbst, ganz ohne zusätzliches Wasser. Bei der Flasche gibst du entsprechend öfter eine kleinere Portion Pre-Nahrung. Warum zusätzliches Wasser in dieser Phase sogar riskant sein kann, steht in Wasser für Babys.
Isst dein Baby bereits feste Nahrung, darf der Becher öfter auf den Tisch. Auch dann bleibt Wasser das Getränk der Wahl, nicht Schorle.
Was ins Gepäck gehört
Ein kleiner, leichter Becher mit Deckel reicht. Praktisch sind Modelle, die sich zum Trinken öffnen lassen und unterwegs dicht sind. So bleibt es beim offenen Trinken, ohne dass die Tasche nass wird.
Für Flüge gelten eigene Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Was Airlines bei Babynahrung erlauben, steht in Babynahrung im Handgepäck und Babynahrung im Flugzeug erwärmen. Wie eine einzelne Airline das handhabt, zeigt Mit Baby bei Eurowings fliegen.
Solange Milch die Hauptnahrung ist, deckt sie den Bedarf auch im Hochsommer.
Beim Wasser selbst kommt im Ausland noch ein zweiter Punkt dazu, der zu Hause keine Rolle spielt.
Leitungswasser im Ausland
In Deutschland ist Leitungswasser für Babys geeignet und muss nicht abgekocht werden. Im Ausland gilt das nicht überall. Wo die Trinkwasserqualität unklar ist, koch das Wasser für dein Baby ab. Alternativ nimmst du abgefülltes Wasser, das ausdrücklich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist.
Auf Schiffsreisen und in Hotels lohnt die Nachfrage vorab. Wie das bei einer Reederei aussieht, zeigt BLW auf Kreuzfahrt.
BLW GrundlagenWasser für Babys: Ab wann, und warum die übliche Regel bei BLW nicht passtDas gilt für Reisen ins Ausland. Näher an eurem Alltag ist meist eine andere Betreuungssituation.
In der Betreuung
Auch in der Kita gilt: Wasser zum Essen, aus dem Becher, ohne Süße. Das lässt sich in derselben Absprache klären wie das Essen selbst, siehe Baby-led Weaning in der Kita.
Bei Fieber und Durchfall
Hier steigt der Bedarf tatsächlich, und hier endet die Selbsthilfe. Wie viel und was ein krankes Baby trinken soll, gehört in die kinderärztliche Praxis. Gerade zu viel reines Wasser hat bei Säuglingen eigene Risiken.
- BZgA, kindergesundheit-info.
- Netzwerk Gesund ins Leben, Handlungsempfehlungen 2024.
- Pädiatrie und Pädologie, Die Dynamik der Muttermilch und Anpassung an die Bedürfnisse des Kindes (2018).
Stand: September 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.





