Rote Bete ist eisenreich, süßlich im Geschmack und leicht zuzubereiten. Zwei Effekte irritieren Eltern trotzdem oft beim ersten Mal, deshalb gehören sie gleich zu Beginn geklärt.
Ab wann darf mein Baby Rote Bete essen?
Rote Bete eignet sich ab der Beikostreife, meist um den sechsten Monat, in kleiner Menge und nicht täglich. Der Grund dafür ist derselbe wie bei Kohlrabi: der Nitratgehalt.
Was hat es mit dem Nitratgehalt auf sich?
Rote Bete zählt zu den nitratreicheren Gemüsesorten. Warum das bei BLW weniger relevant ist, als viele Ratgeber vermuten lassen, erklären wir ausführlich im Artikel Nitrat in der Beikost. Als Faustregel: nicht täglich anbieten, frisch kochen, nicht wieder aufwärmen.
Warum wird der Urin oder Stuhl rot?
Das ist der Farbstoff Betanin, keine Blutung. Rote Bete färbt beim Verzehr zuverlässig durch und kommt genauso wieder heraus, wie sie hineinkam. Vollkommen harmlos, auch wenn der erste Anblick erschrecken kann. Derselbe Farbstoff färbt übrigens auch Hände, Kleidung und Holzoberflächen hartnäckig, Einmalhandschuhe beim Schälen sind keine schlechte Idee.
Wie verbessere ich die Eisenaufnahme?
Rote Bete liefert Eisen und gleichzeitig Vitamin C, eine günstige Kombination. Wie eng beides zusammenhängt, erklären wir ausführlich im Artikel Eisen in der Beikost. Vitamin C verbessert dabei nicht nur die Eisenaufnahme, sondern bremst auch die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit.
Welche Form und Größe eignet sich für BLW?
Geschält und weich gegart in dicke Sticks oder Scheiben schneiden. Roh ist Rote Bete zu hart und schwer zu kauen, deshalb gehört sie früh nur gegart auf den Teller. Im Ofen bei etwa 200 Grad gedünstet wird sie besonders weich und leicht süßlich, das dauert je nach Größe 45 bis 60 Minuten.
Wie lagere ich Rote Bete?
Ungeschält und roh hält sich Rote Bete mehrere Wochen im Kühlschrank, das macht sie zu einem praktischen Vorratsgemüse. Gegart solltest du sie dagegen zügig verbrauchen.
Lässt dein Kind Rote Bete erst einmal liegen, ist das kein Grund aufzugeben. Die Diätologin Lena Gießwein berät Familien, deren Kinder wenig oder sehr wählerisch essen. Sie rät:
Auskunft von Lena Gießwein
Wichtig ist, dass Dinge nicht nur weil sie vom Kind mehrmalig abgelehnt wurden vom Familienspeiseplan gestrichen werden. Sonst verpasst man die Chance, dass das Kind bei der 37. Gelegenheit dann doch das Essen der Eltern interessant genug findet, um es kosten zu wollen.
Quelle: Warum Kinder plötzlich Gemüse ablehnen
- Zitat aus den schriftlichen Antworten von Lena Gießwein, Diätologin, im Beitrag Warum Kinder plötzlich Gemüse ablehnen.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), FAQ zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln.
Stand: September 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.





