Blumenkohl ist mild, wird gegart sehr weich und bringt einen natürlichen Griff mit: Das Röschen mit Stiel liegt wie gemacht in einer Babyhand.
Ab wann darf mein Baby Blumenkohl essen?
Ab der Beikostreife, immer gegart. Ein Warten über den Beikoststart hinaus ist nicht nötig.
Bläht Blumenkohl mein Baby?
Diese Sorge hört man bei allen Kohlsorten. Tatsächlich enthält Blumenkohl schwer verdauliche Kohlenhydrate, die im Dickdarm vergoren werden: dabei entstehen Gase. Das gilt aber für Erwachsene genauso.
Blumenkohl ist unter den Kohlsorten die mildeste. Ob dein Baby empfindlich reagiert, zeigt sich nur im Versuch. Ein pauschales Vermeiden ist nicht begründet und würde die Vielfalt unnötig einschränken. Falls es doch zwickt: kleine Menge, gut durchgegart, und beim nächsten Mal etwas später wieder anbieten.
Welche Form eignet sich für BLW?
Am Anfang ganze Röschen mit Stiel. Der Stiel dient als Griff, die Blume ragt aus der Faust heraus und kann bearbeitet werden. Schneide die Röschen so groß, dass sie deutlich über die Faust hinausstehen.
Später, wenn der Griff feiner wird, gehen kleinere Röschen oder Würfel. Mehr zur sicheren Größe steht in Verschlucken beim BLW.
Wie weich muss er sein?
So weich, dass sich ein Röschen zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrücken lässt. Gedämpft dauert das etwa 10 bis 15 Minuten. Bissfest gegart ist zu fest: harte Stücke können abbrechen und im Mund liegen bleiben.
Roh gehört Blumenkohl im ersten Jahr nicht auf den Teller.
Was ist mit dem Strunk und den Blättern?
Beides ist essbar. Der Strunk wird geschält und gegart weich, die Blätter lassen sich mitgaren oder im Ofen rösten. Sie schmecken kräftiger als die Röschen.
Muss ich würzen?
Salz nicht, milde Gewürze gern. Muskat, Kurkuma oder etwas Öl machen aus dem milden Gemüse etwas Eigenes. Warum Salz im ersten Jahr wegbleibt, steht in Salz in der Beikost.
Lässt dein Kind Blumenkohl erst einmal liegen, ist das kein Grund aufzugeben. Die Diätologin Lena Gießwein berät Familien, deren Kinder wenig oder sehr wählerisch essen. Sie rät:
Auskunft von Lena Gießwein
Wichtig ist, dass Dinge nicht nur weil sie vom Kind mehrmalig abgelehnt wurden vom Familienspeiseplan gestrichen werden. Sonst verpasst man die Chance, dass das Kind bei der 37. Gelegenheit dann doch das Essen der Eltern interessant genug findet, um es kosten zu wollen.
Quelle: Warum Kinder plötzlich Gemüse ablehnen
Eisen
Blumenkohl liefert wenig Eisen. Er enthält allerdings Vitamin C, und das verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen aus derselben Mahlzeit. Als Beilage zu Haferflocken oder Linsen ist er deshalb sinnvoller, als die Sterne allein vermuten lassen. Mehr dazu in Eisen bei BLW.
- Zitat aus den schriftlichen Antworten von Lena Gießwein, Diätologin, im Beitrag Warum Kinder plötzlich Gemüse ablehnen.
- Netzwerk Gesund ins Leben: Handlungsempfehlungen zur Beikost.
Stand: September 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.





